Grillen mit bayerischem Flair:Tipps, Tricks und Rezepte
Wonach riecht der Sommer?
Dabei ist der Deutschen schönste Sommer-Beschäftigung längst nicht mehr, was sie früher mal war. Und das ist gut so: Denn statt einfach nur ein paar Würstchen auf den Rost zu werfen, können wir beim Grillen aus einer großen Vielfalt an frischen, regionalen Lebensmitteln auswählen, die für jeden Geschmack das Passende bietet. Längst muss es nicht immer nur Fleisch sein, auch Fisch, Gemüse, Käse und sogar Pizza bieten sich wunderbar zum Grillen an. Fest steht: Mit den hochwertigen, von unseren bayerischen Bauern erzeugten Produkten kommt echte Vielfalt auf den Grill!
Damit euer nächstes Grillfest ein voller Erfolg wird, findet ihr hier eine Portion Wissen und Inspiration rund um die Zubereitung von Speisen auf dem Rost. Neben unseren Lieblingsrezepten versorgen euch unsere Expertinnen und Experten mit den besten Tipps für ein perfektes BBQ. Eine Prise Heimatliebe darf dabei auf keinen Fall fehlen. Lasst es euch schmecken!
Inhalt
- Wonach riecht der Sommer?
- Grillen wie der Profi – die besten Tipps und Rezepte
- Einkaufstipps vom Profi
- Grilltipps vom Profi
- Grillrezepte vom Profi
- Fleisch grillen – Röstaromen pur
- Beef Ribs vom Grill
- Burger vom Grill
- Weitere Grillrezepte mit Fleisch
- Fisch grillen – die leichte Alternative
- Grillrezepte mit Fisch
- Vegetarisch grillen: knackig, frisch und gesund
- Vegetarische Grillrezepte
- Beilagen – geschmackvolle Begleitung zum Grillgenuss
- Rezepte für vielfältige Beilagen
- Auf euer Wohl – mit den passenden Getränken
- Grillen geht immer – auch im Winter!
- Rezepte für winterlichen Grillspaß
- Rezepte aus Bayern
Grillen wie der Profi – die besten Tipps und Rezepte
Dass bayerische Tradition und internationale Trends zusammenpassen, beweist Giuseppe Messina. Der bayerische Profikoch mit italienischen Wurzeln gilt als Meister der Geschmacksexplosionen, auch am Grill. Uns hat er seine besten Tipps verraten – von Fleischeinkauf bis Zubereitung. Außerdem erweitert der erfahrene Gastro-Coach das Grillrepertoire um außergewöhnliche Rezeptideen.
Ladet euch hier unsere neue Grill-Broschüre mit Guiseppe Messina herunter.
Einkaufstipps vom Profi
- Fleisch aus der Region kaufen
Fleisch aus der Heimat wird nach weit höheren Standards für Tierwohl, Umweltschutz und Qualität erzeugt, als es bei Importware oft der Fall ist. Deshalb beim Einkauf immer auf die Herkunft achten.
- Auf Fachleute vertrauen
Fleisch ist Vertrauenssache. An der Fleischtheke im Supermarkt oder beim Metzger vor Ort helfen fachkundige Mitarbeiter:innen gerne mit Beratung weiter.
- Auf den Bauch hören
Gerade während der Grill-Saison ist die Auswahl an Grillgut groß. Für viele bedeutet dies die Qual der Wahl. Doch wer sich nicht entscheiden kann, sollte einen einfachen Trick beachten: das Fleisch wählen, das intuitiv am meisten zusagt. In der Regel ist es auch das, was am Ende den eigenen Geschmack am besten trifft.
Grilltipps vom Profi
- Direkte oder indirekte Hitze?
Bei direkter Hitze erfüllt der Grill die Funktion eines Herdes. Wie in der Pfanne gart das Grillgut direkt über der Glut. Beim Grillen mit indirekter Hitze gart das Grillgut seitlich daneben – und erfährt dieselbe Behandlung wie in einem Umluftbackofen. Die Hitze verteilt sich schön gleichmäßig um das Grillgut und sorgt dafür, dass oben und unten nichts anbrennt.
Ein Steak zum Beispiel sollte bei direkter Hitze auf dem Grill kurz und scharf angebraten werden – erst die eine Seite, dann die andere. Bei großen Stücken wie etwa einem Tomahawk muss man das Fleisch mehrmals wenden, bis es medium rare ist (Kerntemperatur 54 – 58 °C).
- Draußen schmoren: Dutchoven, Römertopf und Co.
Auch Schmoren, also das Garen in Flüssigkeit, gelingt mit feuerfesten Formen auf dem Grill. Zum Beispiel in einem Römertopf, einer Jenaer Glasform oder einem Dutchoven. Letzteren nutzten ursprünglich Cowboys am Lagerfeuer. - Backpapier oder Butcherpapier pus Alufolie nutzen
Viele Rezepte verlangen, das Grillgut in Alufolie einzuschlagen. Giuseppe Messina weiß, wie es noch aromatischer wird: ‚Das Grillgut erst in handelsübliches Backpapier oder spezielles Butcher Paper einschlagen, dann in Alufolie einwickeln. Das macht das Fleisch noch aromatischer.‘
Fleisch grillen – Röstaromen pur
Das perfekte Steak
Die einen mögen es eher blutig, die anderen medium, die dritten gut durch. Doch welches Fleischstück ist für ein saftiges Steak am besten geeignet? Generell gilt: Ist das Fleisch zart marmoriert, schmeckt es aromatischer – denn Fett ist ein Geschmacksträger.
Unsere Bullenmästerin Franziska Klenkert schwört auf gut abgehangenes Roastbeef aus der Region. Das Roastbeef ist ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind, zwischen der Hochrippe und der Hüfte. Aus ihm werden verschiedene Steaks geschnitten, wie z. B. Entrecôte, Rumpsteak oder T-Bone-Steak. Mit Franzis Schritt-für-Schritt Einleitung wird daraus das perfekte Steak:
- Marinieren: Fleisch mit der Marinade einreiben bzw. übergießen und luftdicht einige Zeit ziehen lassen. Vor dem Grillen die Marinade gut abtropfen lassen.
- Messen: Der Garzustand lässt sich am genauesten mit einem Grillthermometer überwachen. „English Rare“ ist bei einer Kerntemperatur von 48 – 52° C, „medium“ bei 55 – 58 °C und „well done“ bei 65 – 68°C fertig. Roastbeef benötigt eher die oberen Werte, Rinderfilet die unteren.
- Abwarten: Fleisch anschließend kurz ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft verteilt.
- Genießen: Fertig würzen und auf warmen Tellern servieren. An Guadn!
Wie Metzgermeister Michael von der Metzgerei Lamplhof sein perfektes Steak grillt, seht ihr im Video:
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Mehr InformationenBeef Ribs vom Grill
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Mehr InformationenBurger vom Grill
Auch feine Burgerspezialitäten lassen sich auf dem Rost wunderbar zubereiten. Ob ein Bayerischer Burger mit Meerrettich-Preiselbeer-Dip oder ein Pulled Pork Burger – hier schlägt das Herz eines jeden Grill-Fans höher. Probiert es doch einfach mal aus
Fisch grillen – die leichte Alternative
Unser Fischzüchter Alfred Stier grillt am liebsten eine saftige Regenbogenforelle oder Saibling. Mit seinen Tipps gelingt der gegrillte Fisch definitiv:
- Marinieren: Den ganzen Fisch mit frischen Kräutern und ein paar Zitronenscheiben füllen. Grobes Meersalz oder Kräutersalz runden den Geschmack ab. Gut ist auch eine Marinade aus Öl, Zitrone und verschiedenen Gewürzen.
- Unterlage: Da Fisch leicht zerfällt, sind wiederverwendbare Grillschalen oder Grillmatten eine gute Unterstützung. Für ganze Fische kann man auch einen Fischbräter benutzen – mit ihm lässt sich das Gargut problemlos wenden und klebt nicht fest.
- Wenig Hitze und Geduld: Bei sanfter Hitze auf dem Kugelgrill bleibt der Fisch schön saftig. Das dauert zwar rund 20 Minuten – aber es lohnt sich!
Vegetarisch grillen: knackig, frisch und gesund
Wenn sich jemand mit der perfekten Zubereitung von knackigem Grillgemüse auskennt, dann unser Gemüsebauer Peter Höfler aus Nürnberg. Hier sind seine Tipps:
- Marinieren: Öl, Kräuter und etwas Balsamico oder Zitrone gibt dem Gemüse Pfiff. Aber Vorsicht: Frische Kräuter verbrennen sehr schnell in der Grillhitze und werden schwarz. Deshalb lieber auf getrocknete Kräuter setzen. Nutzt man eine Grillschale, kann ohne weiteres Olivenöl verwendet werden. Ansonsten empfiehlt es sich, raffinierte Öle wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl einzusetzen, da sie hitzebeständiger sind als Olivenöle.
- Salz ist nicht gleich Salz: Einfach mal die verschiedenen Geschmacksnuancen ausprobieren. Grobes Steinsalz, feuriges Chilisalz, Fleur de sel aus der Provence, rötliches Himalayasalz, rauchiges Halen Mon aus Wales…
- Drehen und wenden: Weil Gemüse viel schneller als Fleisch gart, sollte man es ständig im Auge behalten, damit nichts anbrennt. Dabei regelmäßig umdrehen.
Beilagen – geschmackvolle Begleitung zum Grillgenuss
Was wäre ein Grillfest ohne vielfältige Beilagen? Für uns dürfen die köstlichen Begleiter auf dem Teller auf keinen Fall fehlen. Egal, ob knackiger Salat oder herzhafte Dips – sie alle bringen Abwechslung und Genuss auf den Grilltisch, stillen den ersten Hunger und sorgen für ein gemeinsames Erlebnis. Mit frischen Kräutern und Gewürzen verfeinert ergänzen sie das Gegrillte perfekt und sorgen für eine ausgewogene Mahlzeit.
Auf euer Wohl – mit den passenden Getränken
Beim richtigen Getränk zum Grillen denken wir meist spontan an unser süffiges bayerisches Bier, das es in so unendlich vielen Varianten zu kaufen gibt. Aber auch gut gekühlte, frische Sommerweine aus bekannteren und weniger bekannten heimischen Weinbaugebieten runden ein Grillessen perfekt ab. Alle Weine, die sich für den Sommergenuss im Freien am besten eignen, haben wir euch hier zusammengestellt.

Grillen geht immer – auch im Winter!
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Mehr InformationenRezepte für winterlichen Grillspaß
Auch bei frostigen Temperaturen versorgt uns die bayerische Landwirtschaft mit einer Fülle an regionalen Schätzen, die sich hervorragend auf dem Grill zubereiten lassen. Um herauszufinden, welches bunte Gemüse der Winter bietet, lohnt sich ein Blick in unseren Saisonkalender. Beim Fleisch kann grundsätzlich alles aufgelegt werden, was ihr auch im Sommer am liebsten grillt, z. B. Kurzgebratenes wie Steak, Kotelett, Würstl und Co. Es gibt aber auch raffinierte Rezepte, die besonders gut zur kalten Jahreszeit passen, hier ein paar Inspirationen:
Damit bleibt uns nur noch zu sagen: Ran an die Kohlen, auf euer Wohl!