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Von Forstwirt:innen bis Pflanzentechnolog:innen, und von Pferdewirt:innen bis Imker:innen: Die Berufe in der Landwirtschaft sind so vielfältig, wie die Erzeugnisse, die sie hervorbringen.
Aber wie genau wird man eigentlich…
Fischwirt:in
Wer als Berufsfischer:in frischen Fisch fangen oder produzieren will, muss nicht zwangsläufig Fritz heißen. Die angehenden Fischwirte und Fischwirtinnen sollten vielmehr körperlich leistungsfähig und belastbar sein. Denn Fischer:innen, wie unser Landwirt Alfred, arbeiten die meiste Zeit im Freien sowie in nicht beheizten Brut- oder Schlachträumen. Sie sollten Interesse an den Themen Biologie sowie im weiteren Sinne auch in den Fächern Chemie, Physik sowie Mathematik haben. Außerdem wird für die Instandhaltung der Fangausrüstung sowie Fischzucht- und Haltungseinrichtungen handwerkliches Geschick gebraucht.
Wer nicht nur in, sondern mit der Natur arbeiten möchte, ist in der Landwirtschaft generell gut aufgehoben. Wer sich darüber hinaus für das Ökosystem Wald begeistert, sollte sich den Beruf des Forstwirts bzw. der Forstwirtin genauer ansehen. Forstwirt Johann Killer aus Sauerlach zum Beispiel arbeitet täglich an der frischen Luft und erledigt dabei vielfältige Aufgaben: Die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Waldbestände inklusive Neuanpflanzungen zählen ebenso dazu wie die „Ernte“ und Vermarktung des wertvollen Rohstoffs Holz. Nicht zuletzt kümmern sich Forstwirte und Forstwirtinnen um den Erhalt von Wegen und um die Pflege des Waldes als Naherholungsgebiet. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte körperlich belastbar sein und keine Scheu vor moderner Technik haben, handwerkliche Begabung kann nicht schaden. Ein grundlegendes Interesse an Biologie und Ökologie sollte ebenfalls vorhanden sein. Die größte Herausforderung für zukünftige Forstwirte und Forstwirtinnen besteht nämlich darin, einen gesunden Baumbestand zu erhalten und zu fördern, der den klimatischen Veränderungen der Zukunft standhält und zugleich ausreichende Ertragsmöglichkeiten bietet.
Wer Gärtner:in werden möchte, sollte einen qualifizierten Hauptschulabschluss haben. Die Chancen einen Ausbildungsvertrag zu bekommen, sind mit einem guten Realschulzeugnis oder Abitur noch besser. Ein höherer Schulabschluss erleichtert außerdem die berufliche Fortbildung. Angehende Gärtner und Gärtnerinnen sollten handwerkliches Geschick, ästhetisches Empfinden und natürlich Freude an der Arbeit mit Pflanzen mitbringen.
Die Hauswirtschafterin bzw. der Hauswirtschafter kümmern sich um alle (hauswirtschaftlichen) Belange in privaten oder landwirtschaftlichen (Groß-)Haushalten. Wer sich für eine Ausbildung als Hauswirtschafter:in entscheidet, sollte Freude an der Arbeit mit Menschen haben. Hauswirtschafter:innen sind kommunikative Organisationstalente, die nicht so schnell den Überblick verlieren. Auch technisches Verständnis und Teamfähigkeit dürfen nicht fehlen. Die meisten Betriebe erwarten von ihren künftigen Auszubildenden die Mittlere Reife oder mindestens einen Hauptschulabschluss.
Kaum ein anderer Beruf bietet so viel Vielfalt und Abwechslung wie die Arbeit als Landwirtin oder Landwirt. Die Anforderungen sind jedoch hoch. Neben einem gewissen technischen und betriebswirtschaftlichen Verständnis sind auch das Interesse an der Natur sowie die Bereitschaft zu selbstständigem und verantwortungsvollem Arbeiten unerlässlich. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
Optimaler Ausgangspunkt für die Ausbildung zum:zur Pferdewirt:in ist – neben einem mittleren Schulabschluss (Realschule) – die Erfahrung mit Pferden. Diese kann bestenfalls mit einem Reitabzeichen nachgewiesen werden. Die Arbeit mit Pferden richtet sich nach den Bedürfnissen der Tiere, deshalb muss jeder angehende Pferdewirtin und jeder angehende Pferdewirt grundsätzlich bereit sein, auch jenseits der üblichen Arbeitszeiten im Stall zu stehen. Voraussetzung für den Beruf sind Gefühl und Verantwortungsbewusstsein für den Umgang mit Pferden.
Pflanzentechnolog:innen erforschen und züchten neue Nahrungs- und Zierpflanzen. Wer in der Schule bei den naturwissenschaftlichen Fächern Mathe, Biologie oder Chemie in der ersten Reihe saß, bringt gute Voraussetzungen für die Ausbildung mit. Auch sprachlich sollte man versiert sein: Die meisten Fachtexte und Anleitungen für Betriebsgeräte sind in englischer Sprache.rnNeben dem Realschulabschluss ist für die dreijährige Berufsausbildung vor allem das Interesse an der bunten Welt der Pflanzen ausschlaggebend sein. Angehende Pflanzentechnologinnen und Pflanzentechnologen müssen außerdem genau und sorgfältig arbeiten. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, Untersuchungsergebnisse detailliert festzuhalten und die physikalischen Abläufe im Labor konzentriert im Blick zu haben.
Imkerinnen und Imker machen oft ihr Hobby zum Beruf: Sie lieben Honig, haben vielleicht schon erste Erfahrungen als Hobby-Imker:in. Aber auch Neulinge sind willkommen. Um Imker:in zu werden, braucht man keinen bestimmten Schulabschluss. Bevorzugt werden allerdings Bewerber mit Hochschulreife. Rein fachlich ist Interesse an den Fächern Biologie und Mathematik hilfreich. Auch auf körperlicher und persönlicher Ebene gibt es einige Dinge, die potentielle Bewerber:innen für den Beruf als Tierwirt oder Tierwirtin mit Fokus auf Imkerei qualifizieren: Kraft muss man haben, um die schweren Bienenkästen bewegen zu können und ein starkes Immunsystem ist von Vorteil, da die Arbeit größtenteils draußen in der Natur verrichtet wird. Bewerberinnen und Bewerber sollten mit dem Pollenstaub klarkommen und keine Angst vor Stichen haben. Vereinzelte Betriebe bestehen sogar auf einen ärztlichen Nachweis, dass keine Allergie gegen Bienengift vorliegt.
Jägerinnen und Jäger tragen große Verantwortung. Ihre Aufgabe ist es, Wildtiere zu schützen und deren Lebensräume zu bewahren. Die Kontrolle und Regulierung der Wildbestände stellt sicher, dass sich der Wald immer wieder regenerieren und verjüngen kann.
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