Wie wird man Imker?

Imker machen oft ihr Hobby zum Beruf: Sie lieben Honig, haben vielleicht schon erste Erfahrungen als Hobby-Imker. Aber auch Neulinge sind willkommen. Um Imker zu werden, braucht man keinen bestimmten Schulabschluss. Bevorzugt werden allerdings Bewerber mit Hochschulreife. Rein fachlich ist Interesse an den Fächern Biologie und Mathematik hilfreich. Auch auf körperlicher und persönlicher Ebene gibt es einige Dinge, die potentielle Bewerber für den Beruf als Tierwirt oder Tierwirtin mit Fokus auf Imkerei qualifizieren: Kraft muss man haben, um die schweren Bienenkästen bewegen zu können und ein starkes Immunsystem ist von Vorteil, da die Arbeit größtenteils draußen in der Natur verrichtet wird. Bewerber sollten mit dem Pollenstaub klarkommen und keine Angst vor Stichen haben. Vereinzelte Betriebe bestehen sogar auf einen ärztlichen Nachweis, dass der Bewerber nicht allergisch auf das Bienengift reagiert. 


Was man lernt

In der Regel dauert es drei Jahre, bis man sich in der Welt der Bienen durch und durch auskennt und die duale Ausbildung abschließt. Zum Basis-Know-how gehören die korrekte Haltung und Fütterung der Tiere, die Gesundheitsvorsorge und Behandlung bei Krankheiten, die Erfassung der Zuchtdaten sowie die kontrollierte Führung der Stockdaten. Außerdem muss ein Imker natürlich wissen, wie man Bienenvölker vermehrt und wie Königinnen aufgezogen werden. Auch rechtliche Voraussetzungen für die ordnungsgemäße Haltung und Verwaltungsaufgaben stehen auf dem Lehrplan.
Zweck der Imkerei ist die Honiggewinnung. Deshalb lernt der Nachwuchs ganz genau, wie der kostbare Pflanzensaft gewonnen wird. Die einzelnen Schritte, bestehend aus Schleudern, Rühren, lebensmittelgerechter Abfüllung und Etikettieren der Honiggläser sowie der hygienisch korrekte Umgang mit den Waben wollen gelernt und geübt sein.
Handwerkliche Fähigkeiten sind speziell im Winter gefragt: Dann ist es Zeit, die Werkstatt auf Vordermann zu bringen, Gerätschaften zu warten und Bienenkästen zu reinigen.

Wie es weitergeht

Nach drei Jahren ist der ausgebildete Tierwirt (Imkerei) bereit für die Arbeitswelt. Er oder sie haben nun die Wahl zwischen einem Imkereibetrieb, einem Bienenforschungsinstitut oder dem Imkerfachhandel. Wer weiter lernen möchte, kann sich innerhalb von zwei Jahren zum Tierwirtschaftsmeister/in mit Fokus Imkerei ausbilden lassen oder auch ein Studium im Bereich Agrarwissenschaft oder (Agrar-)Biologie einschlagen. Wer mit Leib und Seele Imker ist, für den ist die Selbstständigkeit zudem eine schöne Alternative zu einer Anstellung.

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