Bist duRegiotarier?
Regiotarier: Wer Bayern liebt, kauft regional
Bayern ist mehr als ein Punkt auf der Landkarte. Bayern ist ein Lebensgefühl. Die Landschaft, die Menschen, die Sprache in all ihren Facetten. Und mittendrin: das, was unsere Land- und Forstwirtschaft hervorbringt – Lebensmittel, Holz, Energie. Von bayerischen Höfen und Wäldern, aus der Region, für die Region.
Regiotarier nennen wir Menschen, die genau das leben. Die zu heimischen Erzeugnissen greifen, weil sie wissen: Jede Entscheidung zählt. Für kurze Wege, für hohe Standards, für Höfe und Betriebe, die es auch morgen noch gibt.
Regiotarier ist keine Marke und kein Produkt, sondern eine Haltung. Für Daheim, für Qualität, für Bayerns Zukunft. Millionen Menschen in Bayern teilen diese Haltung schon.
Wir machen sie sichtbar.
Ihr fühlt euch mit Bayern verbunden? Ihr schätzt, was in der Heimat wächst, entsteht und erzeugt wird? Dann seid ihr schon mittendrin.
Was ihr mit jeder Entscheidung bewegt
Regionale Erzeugnisse sind keine Selbstverständlichkeit. Sie entstehen dort, wo Menschen ihr Wissen seit Generationen weitergeben und mit Herzblut arbeiten: auf über 100.000 bayerischen Höfen, in unseren Wäldern, in regionalen Betrieben. Und überall dort, wo Landwirtinnen und Landwirte neue Wege gehen.
Einer von ihnen ist Landwirt Michael Neher aus Medlingen: Wo sein Vater noch Sauen hielt, baut er heute Karotten an. Was bleibt, ist der Gedanke, den Menschen aus seiner Heimat täglich den Tisch zu decken. „Es ist schön, dass regionale Lebensmittel und damit unsere Arbeit geschätzt und unterstützt werden. Das motiviert mich, täglich früh aufzustehen und die Arbeit erst spät niederzulegen.“
Wer regional kauft und auf heimische Erzeugnisse setzt, hält diese Betriebe am Leben. Und mit ihnen vieles, was Bayern besonders macht:
Qualität, die man schmeckt und nachvollziehen kann
Was in Bayern wächst und erzeugt wird, entsteht nach klaren Vorgaben. Bei Lebensmittelsicherheit, Tierwohl und Umweltschutz gelten hierzulande hohe Standards, die regelmäßig kontrolliert werden. Sie schaffen Transparenz und sorgen dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sich auf die Qualität regionaler Lebensmittel verlassen können. Hinzu kommt: Heimisches Fleisch trägt in der Regel die Haltungsform auf dem Etikett, bei importierter Ware fehlt diese Angabe oft. So kann jeder mit seinem Einkauf selbst entscheiden, welche Haltungsbedingungen er unterstützen möchte.
Metzgermeister Leo Sandner erlebt das jeden Tag an der Theke. Er bezieht sein Fleisch von heimischen Erzeugern und empfiehlt das auch seinen Kundinnen und Kunden: „Etliche Menschen geben Unsummen für einen teuren Markengrill aus und werfen dann Billigfleisch darauf. Für mich ein absoluter Widerspruch. Wer regionales Fleisch kauft, kann mit gutem Gefühl genießen.“
Ein weiterer Vorteil: die kurzen Wege. Was in der Nähe wächst, muss nicht um die halbe Welt reisen. Ob Fleisch, Milch, Eier, Obst, Gemüse, Getreide, Fisch oder Honig: Wer regional kauft, weiß, woher sein Essen kommt.
Eine Landschaft, die es ohne Land- und Forstwirtschaft nicht gäbe
Was haben die Almen in Oberbayern, die weiten Wiesen der Rhön, Frankens Weinberge und die Wälder des Bayerischen Waldes gemeinsam? Sie alle sind Kulturlandschaften, von Land- und Forstwirt:innen geschaffen und erhalten.
Die mehr als 100 Kulturlandschaften in Bayern dienen längst nicht mehr nur der Erzeugung von Lebensmitteln und Rohstoffen. Sie stiften Identität, vermitteln Heimatgefühl und schaffen Raum für Erholung, für Einheimische ebenso wie für Gäste. Sie laden zum Wandern, Radfahren und Durchatmen ein, sind ein wichtiger Faktor für den Tourismus und zugleich Lebensraum für viele, darunter auch seltene Tiere und Pflanzen.
Wie eng Landwirtschaft und Natur zusammenhängen, bringt Schweinehalter Rupert Schlauderer aus Kelheim auf den Punkt: „Wir leben und arbeiten mit der Natur, grundsätzlich nicht dagegen. Sie ist schließlich unsere Lebensgrundlage. Ohne gesunde, fruchtbare Böden und eine intakte Umwelt können die Pflanzen nicht optimal gedeihen. Die Erträge werden schlechter und die Versorgungssicherheit könnte darunter leiden.“
Rund 80 Prozent der Landesfläche in Bayern werden land- und forstwirtschaftlich genutzt. Unsere Wälder liefern nicht nur Erholung, sondern auch Holz als nachhaltigen Rohstoff – für Bauen, Heizen und vieles mehr. Ohne die Menschen, die diese Flächen bewirtschaften, würde daraus schnell Brachland. Wer auf heimische Erzeugnisse setzt, sorgt dafür, dass Bayern aussieht, wie wir es kennen und lieben.
Wertschöpfung, die in der Region bleibt
Land- und Forstwirtschaft sind ein Wirtschaftsmotor. Im bayerischen Agribusiness arbeiten rund 932.000 Erwerbstätige. Dazu zählen neben der Land- und Forstwirtschaft auch vor- und nachgelagerte Bereiche wie Verarbeitung, Handel, Bäckereien und Holzverarbeitung. Wer beim Erzeuger nebenan kauft oder auf heimische Energie setzt, sorgt dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt.
Wie das gelingt, zeigt Familie Vogler. Seit 1954 führt sie ihren Betrieb in Bayern, heute in dritter Generation. Zu den Eiern aus eigener Legehennenhaltung kam eine eigene Nudelproduktion, die mit bayerischen Bio-Landwirt:innen zusammenarbeitet. Für Landwirt und Nudelproduzent Frank Vogler ist klar: „Regional bedeutet für uns ein Stück Heimat.“
Dazu kommt ein Punkt, der oft vergessen wird: Versorgungssicherheit. Eine starke heimische Land- und Forstwirtschaft bedeutet stabile Lieferketten und weniger Abhängigkeit, gerade in Zeiten, in denen globale Versorgung nicht selbstverständlich ist. Energie aus bayerischen Biogasanlagen trägt zur regionalen Stromversorgung bei. Holz aus heimischen Wäldern macht uns unabhängiger von Importen.
Wer regional kauft und auf heimische Erzeugnisse setzt, investiert in Verlässlichkeit.
Zukunft, die ihr in der Hand habt
Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik hat Bayern in den letzten 20 Jahren rund 26 Prozent seiner landwirtschaftlichen Betriebe verloren. Der Trend hält an und besonders hart trifft es kleine und mittlere Familienbetriebe.
Jeder Hof, der schließt, ist ein Stück Kulturlandschaft, das verschwindet. Ein Stück Wissen, das niemand zurückholt. Ein Stück Heimat, das verloren geht.
Die gute Nachricht: Der wirksamste Hebel liegt bei uns allen. Bei jeder Entscheidung – im Supermarkt, beim Metzger, beim Kauf von Holz oder bei der Wahl des Energieanbieters – haben wir die Zukunft unserer Heimat selbst in der Hand.
Regiotarier zu sein heißt, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein und die bayerische Land- und Forstwirtschaft mit den eigenen Entscheidungen zu stärken.
In drei Schritten zum Regiotarier
Regiotarier zu sein ist keine große Sache. Es sind kleine Entscheidungen im Alltag, die zusammen viel bewegen.
1. Kauft bewusst saisonal und regional.
Greift bei Obst, Gemüse, Milch, Fleisch, Eiern und Co. zu heimischen Erzeugnissen. Wer saisonal einkauft, kauft doppelt richtig: Was gerade in Bayern Saison hat, schmeckt am besten, legt die kürzesten Wege zurück und ist oft günstiger. Wann was reif ist, verrät euch unser Saisonkalender.
2. Nutzt alle Einkaufsmöglichkeiten.
Regionale Produkte findet ihr überall: im Hofladen, auf dem Bauernmarkt, beim Metzger und im Supermarkt. Viele große Ketten arbeiten direkt mit heimischen Erzeugern zusammen. Achtet auf Herkunftsangaben im Supermarkt und Siegel wie „Geprüfte Qualität Bayern“ oder das Bayerische Bio-Siegel. Mehr verrät unser Siegel-Lexikon. Wer direkt beim Erzeuger kauft, bekommt das Gespräch mit den Menschen hinter den Produkten gratis dazu. Hofläden in eurer Nähe findet ihr hier.
3. Erzählt davon.
Klärt Familie, Freundinnen und Freunde und Bekannte auf. Je mehr Menschen mitmachen, desto sichtbarer wird die Bewegung – und desto stärker die Region. Hier findet ihr das Regiotarier-Logo zum Herunterladen und zu eurer freien Verwendung. Postet es in den sozialen Netzwerken und/oder verwendet das Logo auf einem eurer Bilder und verwendet den Hashtag #Regiotarier. Ihr könnt zum Beispiel dazu schreiben, warum euch Regionalität wichtig ist oder warum ihr Regiotarier seid.
Wer hinter den Regiotariern steht
Die Regiotarier-Bewegung geht zurück auf eine Initiative von Unsere Bayerischen Bauern e. V., einem Verein mit rund 70 Mitgliedsorganisationen aus der bayerischen Land- und Forstwirtschaft, gegründet 2016, mit Sitz in München.
Unser Ziel: Menschen in Bayern für heimische Erzeugnisse begeistern und zeigen, was die bayerische Land- und Forstwirtschaft leistet, von Lebensmitteln über Holz bis Energie. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern im Dialog auf Augenhöhe, mit echten Menschen und echten Geschichten.
Und wir sind viele: Über unsere Kanäle, Veranstaltungen und Medien erreichen wir jedes Jahr Millionen Menschen in Bayern. Jede und jeder Einzelne, der auf heimische Erzeugnisse setzt, macht die Bewegung ein Stück sichtbarer und stärker.
Häufige Fragen zu Regiotariern und regionalem Einkauf
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Ein Regiotarier ist ein Mensch, der sich mit dem bayerischen Lebensgefühl identifiziert und Erzeugnisse aus heimischer Land- und Forstwirtschaft bevorzugt, von Lebensmitteln über Holz bis Energie. Regiotarier ist keine Marke und kein Produkt, sondern eine Haltung für Landschaftspflege, kleine Betriebe, Qualität und Bayerns Zukunft. Wer bewusst regional einkauft und auf heimische Erzeugnisse setzt, ist bereits Teil der Bewegung.
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Regiotarier werdet ihr, indem ihr bewusst auf heimische Erzeugnisse setzt. Greift bei Obst, Gemüse, Milch, Fleisch und Eiern zu regionalen Produkten und achtet auf Siegel und Herkunft, ob im Supermarkt, auf dem Bauernmarkt oder im Hofladen. Es braucht keine Anmeldung und keinen Mitgliedsbeitrag, sondern nur die Entscheidung, heimische Land- und Forstwirtschaft zu unterstützen.
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Regional einkaufen in Bayern stärkt heimische Land- und Forstwirt:innen, sichert Arbeitsplätze und erhält die Kulturlandschaft. Im bayerischen Agribusiness arbeiten rund 932.000 Erwerbstätige. Dies entspricht rund 12 % aller Erwerbstätigen Bayerns. Dazu zählen neben der Land- und Forstwirtschaft auch vor- und nachgelagerte Bereiche wie Verarbeitung, Handel, Bäckereien und Holzverarbeitung. Jede bewusste Einkaufsentscheidung kann zu kurzen Wegen, hohen Standards und mehr Versorgungssicherheit beitragen. Sie hilft außerdem dabei, dass familiengeführte Höfe und Betriebe in Bayern auch in Zukunft bestehen bleiben.
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Im Supermarkt erkennt ihr regionale Lebensmittel an der Herkunftsangabe und an Siegeln wie „Geprüfte Qualität Bayern“ und „Geprüfte Bio-Qualität Bayern“ und vielen Regionalsiegeln. Im Hofladen oder auf dem Bauernmarkt wisst ihr ohnehin, woher die Produkte stammen und bekommt Auskunft aus erster Hand. Auch beim Metzger und in der Gastronomie lohnt sich die Frage nach der Herkunft.
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Hofläden und Wochen- und Bauernmärkte in eurer Nähe findet ihr über unsere Hofladen- und Bauernmarkt-Suche. Dort kauft ihr Frisches aus erster Hand und sprecht direkt mit den Menschen, die eure Lebensmittel erzeugen. Viele Höfe bieten zusätzlich Hof-Cafés und Direktverkauf an.
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Das Siegel „Geprüfte Qualität Bayern“ kennzeichnet Lebensmittel mit nachgewiesener bayerischer Herkunft und geprüfter Qualität. Bei Fleisch etwa stammen die Erzeugnisse zu 100 Prozent von Tieren, die in Bayern geboren, aufgewachsen, geschlachtet und verarbeitet wurden. Das Siegel „Geprüfte Bio-Qualität Bayern“ verbindet diese Herkunft zusätzlich mit Bio-Standards.
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Regionaler Einkauf spart lange Transportwege und heimische Lebensmittel entstehen nach den deutschen gesetzlichen Vorgaben zu Umweltschutz und Tierhaltung, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird. Kurze Wege bedeuten mehr Frische und bessere Nachvollziehbarkeit. Kurze Wege bedeuten außerdem mehr Frische und bessere Nachvollziehbarkeit.
Hinzu kommt: Wer regional kauft, kauft meist auch saisonal – und spart damit zusätzlich Energie. Denn Obst und Gemüse, das außerhalb der Saison verfügbar sein soll, muss aus fernen Ländern eingeflogen werden. Das kostet Ressourcen, die beim saisonalen Einkauf entfallen.
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Die bayerische Landwirtschaft ist besonders kleinteilig strukturiert, viele Betriebe werden seit Generationen von Familien geführt. Doch gerade diese Höfe stehen unter Druck: In Bayern gibt es rund 26 Prozent weniger landwirtschaftliche Betriebe als noch vor 20 Jahren – unter anderem durch steigende Kosten, wachsende Anforderungen und fehlende Nachfolge.
Jeder geschlossene Hof bedeutet verlorene Kulturlandschaft, verlorenes Wissen und verlorene Heimat. Regionaler Einkauf kann dazu beitragen, diese Betriebe zu stärken und den Trend zu bremsen.
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Nein, regionale Lebensmittel sind nicht automatisch teurer. Saisonale Erzeugnisse vom Bauernmarkt oder aus dem Hofladen sind oft überraschend fair im Preis. Und wer im Supermarkt einkauft: Viele große Ketten setzen längst auf regionale Sortimente und arbeiten direkt mit heimischen Erzeugern zusammen. Achtet auf Herkunftsangaben und Siegel wie „Geprüfte Qualität Bayern“. Wer regional kauft, bekommt mehr fürs Geld: hohe Qualität, kurze Wege und das gute Gefühl, damit Höfe, Arbeitsplätze und Kulturlandschaft in Bayern zu erhalten.
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Regionaler Einkauf stärkt die heimische Land- und Forstwirtschaft und damit die Produktionsstrukturen vor Ort. Je mehr Lebensmittel und Rohstoffe in Bayern erzeugt werden, desto weniger abhängig sind wir von langen Lieferketten und internationalen Handelsströmen. Das ist besonders wichtig, wenn der weltweite Handel durch Krisen oder andere Störungen beeinträchtigt ist.
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Regional kaufen könnt ihr in Bayern eine große Vielfalt: Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Honig und Säfte, aber auch Holz aus heimischer Forstwirtschaft und Energie aus bayerischen Biogasanlagen. Dazu kommen heimische Spezialitäten wie Wein, Garnelen oder Ingwer. Und das aus allen Regionen: von Oberbayern über Franken, Schwaben und die Oberpfalz bis Niederbayern, ins Allgäu und in die Rhön.
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Hinter der Regiotarier-Bewegung steht Unsere Bayerischen Bauern e. V., ein 2016 gegründeter Verein mit Sitz in München und rund 70 Mitgliedsorganisationen aus der bayerischen Land- und Ernährungswirtschaft. Er begeistert für heimische Erzeugnisse, gibt authentische Einblicke in die Landwirtschaft und beantwortet Fragen, die die Gesellschaft zum Thema Landwirtschaft bewegen.
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Ihr könnt die Bewegung unterstützen, indem ihr selbst als Regiotarier lebt, also bewusst auf heimische Erzeugnisse setzt. Noch sichtbarer wird euer Beitrag, wenn ihr bei unserem Gewinnspiel mitmacht: Erzählt uns, warum ihr Regiotarier seid. Unter allen Einsendungen verlosen wir monatlich eine Regiotarier-Kiste.