Fruchtgemüse aus Bayern

Tomate

Die Tomate gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten überhaupt. Sie hat viel mit der Aubergine gemeinsam. Sie ist eigentlich eine Beerenfrucht, stammt ursprünglich aus Mexiko und liebt Wärme und Sonne. Der Freilandanbau hat in Bayern von Juli bis Oktober Saison. Die größte Tomaten-Anbauregion ist das Knoblauchsland im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen. Beim Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon sollte man die Pflanzen drinnen vorziehen und erst ab Mitte bis Ende Mai – nach den Eisheiligen – ins Freie setzen. Tomaten zeichnen sich durch einen hohen Anteil an den Vitaminen A, B1, B2, C und E sowie an Niacin, sekundären Pflanzen- und Mineralstoffen, Kalium und Spurenelementen aus. Die enthaltenen Carotinoide sollen die Abwehrkräfte stärken und Krankheiten vorbeugen.

Kürbis

Kürbis galt früher als „Arme-Leute-Essen“. Heute ist er wegen seiner Vielseitigkeit und seiner gesunden Inhaltsstoffe ein absolutes Trendgemüse. Die meist runde bis ovale Frucht wächst hervorragend auf Sand- oder Lehmboden an einem sonnigen und windgeschützten Standort. Erntezeit ist im Oktober. Ein Kürbis ist reif, wenn sein Stiel trocken und verholzt ist. Weiteres Merkmal: ein hohles Geräusch bei der Klopfprobe. Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen zehn und 14 Grad. Kürbisse sind reich an Kalium, Kalzium, Zink und Vitaminen sowie an Beta-Karotin. Wie bei Zucchini existieren zahlreiche Kürbisvarianten, die sich in Farben und Formen unterscheiden. Auch im Handel sind unterschiedliche regionale Sorten erhältlich – oft mit begleitenden Rezeptvoschlägen.

Gurke

Die Gewürzgurke spielt eine besondere Rolle im bayerischen Gemüseanbau. Fast drei Viertel der deutschen Einlegegurken kommen aus Bayern. Nach der Ernte werden die Früchte mit einem kochenden Sud aus Essig und Kräutern übergossen und dadurch haltbar gemacht. Die beliebten Essiggurken kommen überwiegend in der kalten Küche zum Einsatz. Wie genau die Gurke ins Glas kommt haben wir interessierten Konsumenten bei unserer Verbrauchertour gezeigt:

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Daneben werden in Bayern auch Salatgurken angebaut: für den gesunden Snack, den Salat oder zur Dekoration. Salatgurken werden am besten zwischen 10 – 13 °C gelagert.. Trotz ihres hohen Wassergehaltes steckt die Gurke voller guter Inhaltsstoffe. Unter anderem enthält sie Enzyme, die Proteine spalten uns eiweißhaltige Speisen leichter verdauen lassen.

Zucchini

Zucca ist der italienische Begriff für Kürbis, Zucchino die Verniedlichungsform. Den „kleinen Kürbis“ gibt es in zahlreichen Variationen: länglich, rund, weiß, gelb, creme-grün, dunkelgrün und gestreift. Sogar die Blüten kann man mitessen – Gourmets genießen sie mit herzhaften oder süßen Füllungen. Geerntet wird die Frucht idealerweise als junges Gemüse, bei einer Größe von 10 bis 20 Zentimetern. Dann ist die Zucchini besonders zart und aromatisch. Bei einem Wassergehalt von 93 Prozent liefert das Gemüse vergleichsweise wenig Kalorien, ist dabei aber reich an Vitaminen und obendrein leicht verdaulich. Vorsicht: Wenn die Zucchini bitter schmeckt sollte sie nicht gegessen oder zum Kochen verwendet werden.  Daher sollte man bevor man die Zucchini verwendet ein Stück abschneiden und probieren. Insbesondere ältere Früchte von Kürbisgewächsen wie Zucchini, Gurken oder auch Melonen können Cucurbitacine bilden. Diese Bitterstoffe können Durchfallerkrankungen bis hin zu lebensgefährlichen Schäden der Magen- und Darmschleimhaut verursachen. Giftige Zucchini entstehen vor allem durch eigene Züchtungen und Kreuzungen.

Aubergine

Die Aubergine ist streng genommen keine Frucht, sondern eine Beere. Sie braucht viel Sonne und Trockenheit, weshalb der Anbau der Mittelmeerfrucht in Bayern nicht ganz einfach ist. Im mittelfränkischen Knoblauchsland werden jedoch seit vier Jahren Auberginen auf Vulkanerde kultiviert – zwischen Juli und Oktober kommen von dort etwa 1.200 Tonnen Früchte. Mit einem Wasseranteil von über 90 Prozent, kaum Fett und wenig Kohlenhydraten ist die violette Frucht kalorientechnisch ein echtes Leichtgewicht. Dabei ist sie reich an Mineralstoffen wie Kalium und Spurenelementen wie Mangan. Der hohe Anteil fettlöslicher Ballaststoffe ist in der Lage, schädliches LDL-Cholesterin zu binden. Die Aubergine bildet auch Terpene,
die eine krebshemmende Wirkung besitzen sollen.