Bedarfsgerecht düngen, um Böden und Pflanzen zu schützen

Smart Farming steht ganz im Zeichen einer nachhaltigen Landwirtschaft. Landwirtinnen und Landwirte kombinieren dabei neue Technologien mit alt bewährten Methoden. So werden beispielsweise bei der Düngung digitale Daten zu landwirtschaftlichen Flächen genutzt, um bedarfsgerechter und effektiver zu düngen. Dieses Vorgehen nennt sich „teilflächenspezifische Düngung“. Dabei wird jeder Teil einer bestimmten landwirtschaftlichen Fläche seinen spezifischen Anforderungen nach betrachtet, um dann die bedarfsgerechte Menge an Dünger festzulegen. Wieso das überhaupt sinnvoll ist? Jeder Boden ist – genau wie wir Menschen – verschieden und benötigt daher auch unterschiedliche Nährstoffe.


Teilflächenspezifische Düngung: Wie funktioniert das?

Ein einziges Feld kann ganz unterschiedliche Böden vorweisen. In Bayern gibt es zum Beispiel viele moorreiche Böden (Mehr dazu hier). Man findet aber auch Ackerfelder mit sandigeren, kargeren Teilflächen. Wenn nun eine Fläche nicht nur aus einer Art Boden besteht und man über die ganze Fläche hinweg dieselbe Menge an Dünger verteilt, erhalten manche Teile zu viel und andere zu wenig Nährstoffe. Die Konsequenz: Der Ertrag ist nicht optimal, da durch Über- oder Unterdüngung die angebauten Pflanzen geschädigt werden oder sogar sterben können.

Bei der teilflächenspezifischen Düngung werden diese Unterschiede in den Böden erkannt und darauf entsprechend reagiert: Der Teil, der weniger benötigt, bekommt weniger und umgekehrt. Dadurch steigen nicht nur die Erträge, die Böden bekommen auch nur das, was sie wirklich brauchen – und das wirkt sich auch positiv auf unsere Umwelt aus.

Smart Farming: Diese Technologien unterstützen teilflächenspezifische Düngung

Um die Böden optimal und bedarfsgerecht mit Nährstoffen zu versorgen, müssen ihre Anforderungen und Bedürfnisse bekannt sein. Hierfür gibt es besondere Betriebssysteme, die anhand von Satellitendaten den Landwirtinnen und Landwirten ermöglichen, die verschiedenen Böden ihrer Flächen genau zu erkennen, z.B. NEXT Farming. Darüber hinaus können dank dieser Daten auch Prognosen erstellt werden, wie sich die Böden künftig weiterentwickeln. Der entscheidende Vorteil: Landwirtinnen und Landwirte können dadurch schon heute abschätzen, was sie in Zukunft von ihren Flächen für Erträge zu erwarten haben.

Was macht teilflächenspezifische Düngung nachhaltig?

Indem die Böden nur das an Nährstoffen erhalten, was sie auch tatsächlich brauchen, entstehen mehrere positive Effekte:

  • Flächen werden nicht mehr über- oder unterdüngt
  • Teilflächenspezifische Düngung erhöht die Erträge
  • Dies hat nicht nur finanzielle Vorteile, es führt auch zu mehr Nahrungsmittel und damit weniger Knappheit

Daraus entsteht ein insgesamt vielversprechendes Bild im Sinne der Nachhaltigkeit: Mit weniger Ressourcen wird mehr Ertrag erzielt, dabei die Umwelt geschont oder sogar aktiv gefördert, sodass auch in Zukunft die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte den Bedürfnissen unserer immerzu wachsenden Gesellschaft gerecht werden kann.

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