Erdbeeren aus Bayern

Jahr für Jahr erwarten wir sie mit derselben Ungeduld: Erdbeeren, die saftigen Saison-Früchte. Von April bis Juni sind sie aus regionaler Erzeugung zu haben und zaubern uns den Sommer auf die Teller. Und nur dann sollte man sie auch kaufen. Denn Importware, die das ganze Jahr über zu haben ist, kann aromatisch nicht mithalten, ist teuer und belastet unsere CO2-Bilanz. In Bayern verwendete Sorten müssen hohen Qualitätsansprüchen genügen und gegenüber Witterungseinflüssen möglichst robust sein. Sie heißen zum Beispiel Polka, Salsa und Lambada und schmecken so verführerisch, wie sie klingen. Kein Wunder, dass wir im Frühsommer kaum genug von den roten Früchten bekommen können. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2018 in Deutschland rund 140.000 Tonnen Erdbeeren geerntet, fast 12.000 Tonnen davon in Bayern. Der hiesige Anbau erstreckt sich weiträumig über Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und Franken. Fast überall sind die saftigen Beeren von einem regionalen oder sogar lokalen Erzeuger zu bekommen – so schmecken sie übrigens auch am besten. 


Erdbeeren sind Power-Beeren: Das kalorienarme Obst liefert unserem Körper zahlreiche wertvolle Mineralien, Vitamine und Phenolsäuren. Es enthält sogar mehr Vitamin C als Zitronen und Orangen und bringt unser Immunsystem auf Vordermann. Auch die wichtigen Spurenelemente Mangan und Fluor finden sich in den Früchten. Übrigens: Nicht die rote Hülle bildet die eigentliche Frucht der Erdbeere, sondern die unzähligen kleinen Nüsschen, die sich auf der Oberfläche befinden und leicht hervorstehen. Die so genannte Sammelnussfrucht verbreitet sich natürlicherweise, wenn die Beere irgendwann von ihrem Stängel abfällt und die kleinen Nüsschen als frische Samen dienen.

Beim Kauf lohnt es sich, gut hinzuschauen: Erdbeeren reagieren äußerst empfindlich auf lange Transportwege und Lagerzeiten. Saftig-grüne Stiele und Kelchblätter sowie rote, nicht zu dunkle Früchte ohne Druckstellen sind Zeichen für eine gute Qualität. Zuhause lagert man die Beeren idealerweise im Gemüsefach des Kühlschranks, da sie woanders leicht an Feuchtigkeit verlieren. Am besten vernascht man frische Erdbeeren aber noch am selben Tag. Alternativ kann man sie einfrieren. Die ganzen Früchte halten bis zu acht Monate im Tiefkühlfach und sorgen bei Bedarf jederzeit für Beeren-Freude.


Wer seinen Kindern im Juni oder Juli eine kleine Freude machen will, der legt einen Zwischenstopp beim Erdbeerfeld um die Ecke ein: Beim Selberpflücken erleben die Kinder, wie Naturprodukte wachsen und lernen ihren Wert schätzen. Auch wenn die eine oder andere Beere dabei direkt im Mund landet: Vor dem Verzehr sollte man Erdbeeren am besten in einer Schüssel mit Wasser kurz von Staub und Schmutz befreien. Erst danach vorsichtig die grünen Stiele und Blätter entfernen.- so bleiben sie fest und frisch.

Foto: Information Erdbeere neu