Milchviehhaltung in Bayern: Ökonomisch und artgerecht

Die meisten Milchkühe Deutschlands werden in Bayern (1,17 Millionen Tiere) und Niedersachsen (865.218 Tiere) gehalten. Damit stellen diese beiden Bundesländer allein knapp 50 Prozent des gesamten deutschen Milchkuhbestandes. In Bayern ist die Milcherzeugung Existenzgrundlage für einen Großteil der bäuerlichen Familienbetriebe. Dabei kann es sich um ganz unterschiedliche Unternehmensformen (Haupt-, Zu- und Nebenerwerb) und Einkommenskombinationen (z.B. mit Urlaub auf dem Bauernhof oder Direktvermarktung) handeln. Obwohl Bayern die meisten Kühe hält, ist es das Bundesland mit den kleinsten Milchkuhherden. Im Schnitt halten bayerische Milchviehbetriebe 40 Tiere. Im extremen Gegensatz dazu der Osten Deutschlands: Hier stehen die größten Milchkuhherden. Deutschlandweit leben drei von vier Rindern in offenen Laufställen, in denen sie sich in einer licht- und luftdurchfluteten Atmosphäre frei bewegen können. Die Ausgestaltung der Ställe ist sehr unterschiedlich und reicht von Betonspaltenböden bis hin zu Boxenlaufställen mit Einstreu und Ruhezonen. Unabhängig von der Haltungsform hat mehr als ein Drittel der Tiere im Sommer regelmäßigen Weidegang.


Quellen:
StMEF: www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/tier/000776/index.php
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: www.bmel.de/DE/Tier/Nutztierhaltung/Rinder/rinder_node.html