Die Zeitumstellung

Zwei Mal im Jahr – im März und Oktober – werden die Uhren umgestellt. Als die aktuelle Regelung in Deutschland im Jahr 1980 in Kraft trat, war man der Überzeugung, dass die halbjährliche Umstellung der Einsparung von Energie dienen würde. Dieses Ziel wurde jedoch nie erreicht. rnNachdem 2018 in einer rekordverdächtigen Online-Umfrage mit 4,6 Millionen Rückmeldungen 84 Prozent der Teilnehmer aus 28 EU-Mitgliedsstaaten für eine Abschaffung der Zeitumstellung stimmten, sprach sich daraufhin auch das Europarlament Anfang des Jahres 2019 dafür aus und nannte das Jahr 2021 als Ziel. Aktuell beraten die EU-Staaten, für welche Zeit sie sich jeweils entscheiden wollen – Sommer- oder Winterzeit.rn

Ihre Auswirkungen auf die Landwirtschaft

Für die Tiere ist die Zeitumstellung ein Stressfaktor, da sie meist an Melk- und Fütterungszeiten gewöhnt sind. Wenn sich diese Zeiten zwei Mal jährlich ändern, benötigen Milchkühe jeweils ein bis zwei Wochen, um sich daran zu gewöhnen. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes achten Landwirte in der Regel darauf, ihre Tiere möglichst sanft an die neue Melkzeit zu gewöhnen, indem sie die Zeitumstellung für das Melken über mehrere Tage verteilen. Bei der Herbst-Zeitumstellung ist der veränderte Tagesablauf auf den Bauernhöfen am lauten Muhen einiger Kühe morgens deutlich zu verfolgen. Im Frühjahr lässt sich einige Tage nach der Umstellung eine geringere Milchleistung feststellen. Durch die zunehmende Automatisierung mit Melkrobotern und Fütterungsautomaten stellt die Zeitumstellung allerdings sowohl in der Milchvieh-, als auch in der Schweinehaltung ein geringer werdendes Problem dar – wenngleich noch nicht alle Betriebe mit diesen Techniken ausgestattet sind.

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