Hackfrüchte aus Bayern

Kartoffel

Mit rund 40.000 Hektar Anbaufläche ist Bayern das zweitgrößte Kartoffel-Anbaugebiet Deutschlands. Eine Region, die sich über besonders fruchtbare Böden für die beliebte Knolle freuen darf, ist die Oberpfalz. In Hagelstadt baut Landwirt Thomas Scheuerer in fünfter Generation Speisekartoffeln, Stärkekartoffeln und Pommeskartoffeln an. Zum Bauernportrait geht’s hier ->https://unsere-bauern.de/bauern/kartoffelbauer-thomas/
Die Kartoffel ist heute – nach Getreide – unser wichtigstes Grundnahrungsmittel. In ihr steckt viel Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und Phosphor. Neben hochwertigen Eiweißen enthält die Knolle, die im 17. Jahrhundert aus Südamerika nach Deutschland kam, die Vitamine C, B6, B1 und B3. Trotz ihres sättigenden Stärkeanteils besteht sie zu 78 Prozent aus Wasser. Wer regionale Landwirte unterstützen und heimische Produkte kaufen möchte, sollte auf das Gütesiegel „Bayerische Kartoffel“ achten. Es garantiert, dass die Feldfrucht in Bayern angebaut und geerntet, sortiert und abgepackt oder zu Spezialitäten weiterverarbeitet wurde. Hier mehr erfahren.

Mais

Der Mais ist weltweit Getreidesorte Nummer Ein und, bezogen auf die Anbaufläche, die wichtigste landwirtschaftliche Kulturpflanze in Bayern. Auf 548.100 Hektar bayerischen Feldern wird Mais angebaut, das entspricht ca. 18 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Gesät wird die Pflanze in der Regel zwischen April und Anfang Mai. Die Ernte findet gewöhnlich von Mitte September bis Anfang Oktober statt. Als Lebensmittel spielt Mais aber trotzdem eine untergeordnete Rolle. Nur etwa 15 Prozent der Ernte werden dafür verarbeitet. Der Löwenanteil von 63 Prozent fließt in die Futtermittelproduktion, der Rest wird zu Biogas und Treibstoff verarbeitet. Zudem wird die aus Mais gewonnene Stärke als nachwachsender Rohstoff für die Herstellung von biobasierten Kunststoffen eingesetzt. Weltweit gibt es ca. 50.000 Mais-Sorten, die sich in Farbe, Form, Zusammensetzung und Beschaffenheit unterscheiden.

Zuckerrübe

Der Aufstieg der Zuckerrübe als Ackerfrucht hat mit den veränderten Ernährungsgewohnheiten der Menschen und ihrer wachsenden Lust auf Süßes zu tun. Wie Zuckerrüben angebaut werden und wie viele Rüben man für ein Kilo reinen Zucker benötigt, das und mehr verraten wir im Porträt von Zuckerrübenbauer Stephan Bissinger.

So wie dieser Landwirt bauen in Bayern 8.500 Betriebe auf rund 68.000 ha Zuckerrüben an. Sie werden durch zwei Verbände, einen bayerischen und einen fränkischen, vertreten. Jedes Jahr ernten sie pro Hektar rund 79 Tonnen Rüben für die Zuckerverarbeitung. Die Reste – Rübenköpfe, Rübenschnitzel und Blätter – werden zu hochwertigem Tierfutter, eiweiß- und zuckerreicher Melasse, Zuckerrübensaft und -sirup sowie zu dem Süßstoff Isomalt weiterverarbeitet. Auch für die Herstellung von Bioethanol und Biogas eignen sich die Rübenreste.