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Milchbäuerin Monika: Girl-Power für beste Milch

Ein Blick, ein Lächeln und alles ist gesagt. Es braucht nicht viele Worte und dem Besucher wird schnell klar: Das Ehepaar Mayerhofer ist ein eingespieltes Team. Monika, 38, ist auf dem Adlmoar-Hof aufgewachsen, seit 2001 führt sie mit Johann, 45, den Milchviehbetrieb in der dritten Generation: „Ich habe den Job der Managerin“, sagt sie und ergänzt: „Haus, Hof, Garten und Familie – da fällt täglich so einiges an. Umso wichtiger ist es, dass man sich dabei immer aufeinander verlassen kann“, betont sie und blickt zu ihrem Mann Johann, genannt Hans. Ihre Aufgaben auf dem Hof sind dabei klar verteilt: Monika übernimmt das Melken, Hans als gelernter Landwirt die Außenwirtschaft sowie das Füttern der Tiere. Auch Monikas Eltern, die ebenfalls auf dem Adlmoar-Hof wohnen, helfen noch tatkräftig bei der Hof- und Hausarbeit mit. 

Gentechnikfreie Zone

Einen Großteil des Futters für die Tiere, wie geschnittenes Gras, Weizen und Mais, bauen die Mayerhofers selbst an. Bei der zugekauften Kraftfuttermischung setzen sie auf heimische und gentechnikfreie Futtermittel, denn gentechnisch verändertes Soja wird ihren Kühen keinesfalls aufgetischt. Bereits seit zwölf Jahren engagiert sich Hans Mayerhofer als Gründungsmitglied in der Initiative „Zivilcourage“. Sie wirbt bei Landwirten und Grundstückseigentümern für eine gentechnikfreie Zone und somit für die Erhaltung der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren. Zusätzlich zum „Ohne GenTechnik“-Siegel ist der Betrieb auch QM-Milch-zertifiziert. Hierfür gibt der QM-Milch e.V. strenge, nachprüfbare Qualitätsstandards für die Milcherzeugung vor und macht somit den gesamten Produktionsprozess transparent und rückverfolgbar. 

Wellness für die Mädels

Doch die gute Qualität kommt nicht von ungefähr. Im Laufstall, dem Außenauslauf und in den Liegeboxen haben die Kühe Platz und die Kuhbürsten und -duschen können die Tiere ganz nach ihren eigenen Wünschen nutzen. Inzwischen werden die Kühe auch mit einem Melkroboter gemolken. Sie können einfach in die Box gehen und werden vom Roboter erkannt und gemolken – wann ihnen der Sinn danach steht. „Seitdem sind die Mädels viel ruhiger und gelassener,“ erklärt Hans Meyerhofer. „Teilweise gehen sie sogar 4-6 Mal am Tag rein.“ Rund 23 Liter Milch gibt jede Kuh täglich – und das an rund 305 Tagen im Jahr. Die übrigen acht Wochen ist sie trockengestellt, bis sie wieder kalbt. Das Fleckvieh wollen die Bauern nicht missen, denn es steht nicht nur durch die beiden Nutzgründe – Milch und Fleisch – hoch im Kurs. Die Tiere zeichnen sich auch durch eine robuste Gesundheit und Langlebigkeit aus. Durchschnittlich bleiben die Milchkühe sechs Jahre im Stall.

Nachhaltig für Mensch und Tier

2009 haben Monika und Hans Mayerhofer neben dem Hof eine standortangepasste 50-kW-Biogasanlage errichtet. Betrieben wird sie mit Gülle, Mist und Futterresten. „Neben der betriebseigenen Reststoffverwertung können wir seitdem auch in Bezug auf die Tiergesundheit einen positiven Nebeneffekt verzeichnen“, berichtet Hans Mayerhofer. „Schlechtes Futter kommt in die Biogasanlage, die Kühe bekommen nur das Beste – dies hat Auswirkung auf einen guten Zellgehalt in der Milch.“ Mit der Abwärme der Anlage heizen die Mayerhofers den Melkstand, den Wohnbereich und die Werkstatt. Zudem ist die Anlage ein zweites finanzielles Standbein für die Familie. Die große Photovoltaik-Anlage hinter dem Kälberstall dient außerdem – neben der Einspeisung ins öffentliche Netz – zur privaten Stromerzeugung für den Hof. Das Besondere: Sie bewegt sich stets mit der Sonne mit.

Ein Familienbetrieb durch und durch

Neben den „Mädels“ im Stall gibt es drei weitere junge Damen, welche die volle Aufmerksamkeit von Hans und Monika fordern: Die Töchter Anna, 19, Magdalena, 12, und das neunjährige Nesthäkchen Theresa. Von Kindesbeinen an sind sie an die Milchwirtschaft gewöhnt. „Wir leben unseren Kindern vor, dass es eine schöne Arbeit ist“, sagt Monika. In die Entscheidung, ob sie den elterlichen Betrieb eines Tages weiterführen wollen, mischen sie sich nicht ein. Das Paar jedoch möchte nicht mehr tauschen: „Wir sehen unsere Kinder aufwachsen und sind dabei unser eigener Chef“, sind sich die beiden einig und ergänzen: „Die Arbeit mit den Tieren und in der Natur ist vielfältig. Und es erfüllt uns immer wieder mit Stolz, ein hochwertiges Lebensmittel zu produzieren – genauso, wie wir es haben wollen.“