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Milchbäuerin Monika: Girl-Power für beste Milch

Ein Blick, ein Lächeln und alles ist gesagt: Das Ehepaar Mayerhofer ist ein eingespieltes Team, das merkt jeder Besucher sofort. Monika, 43, ist auf dem Adlmoar-Hof aufgewachsen, seit 2001 führt sie mit Johann, 50, den Milchviehbetrieb in der dritten Generation: „Ich habe den Job der Managerin“, sagt sie und ergänzt: „Haus, Hof, Garten und Familie – da fällt täglich so einiges an. Umso wichtiger ist es, dass man sich dabei immer aufeinander verlassen kann“, betont sie und blickt zu ihrem Mann Johann, genannt Hans. Ihre Aufgaben auf dem Hof sind klar verteilt: Monika hat die Pflege der Kälber und das Herdenmanagement unter ihrer Kontrolle, Hans kümmert sich um die Außenwirtschaft sowie das Füttern der Tiere.

Gentechnikfreie Zone

Einen Großteil des Futters für die Tiere, nämlich Gras, Weizen und Mais, bauen die Mayerhofers selbst an. Bei der zugekauften Kraftfuttermischung setzen sie auf heimische und gentechnikfreie Futtermittel. Seit vielen Jahren engagiert sich Hans Mayerhofer als Gründungsmitglied in der Initiative „Zivilcourage“. Sie wirbt bei Landwirten und Grundstückseigentümern für eine gentechnikfreie Zone und somit für den Erhalt der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren. Zusätzlich zum „Ohne GenTechnik“-Siegel ist der Betrieb auch QM-Milch-zertifiziert. Der QM-Milch e.V. gibt strenge, nachprüfbare Qualitätsstandards für die Milcherzeugung vor und macht den gesamten Produktionsprozess transparent und rückverfolgbar. Auch Hans und Monika Mayerhofer sind stolz auf die hohe Milchqualität in ihrem Betrieb.

Wellness für die Mädels

Doch die gute Qualität kommt nicht von ungefähr. Im Laufstall, im Außenauslauf und in den Liegeboxen haben die Kühe viel Platz. Kuhbürsten und -duschen tragen zur Fellpflege und zum Wohlbefinden bei. Auf den großzügigen Kälberweiden und im Außenbereich kann das Jungvieh seinem Bewegungsdrang nachkommen und sein Sozialverhalten stärken. Seit die Mayerhofers einen Melkroboter angeschafft haben, hat sich der gesamte Tagesrhythmus zudem entzerrt. „Die Kühe entscheiden jetzt selbst, wann sie in die Box gehen, nämlich, wenn das Euter drückt. Seitdem sind die Mädels viel ruhiger und gelassener,“ erklärt Hans Mayerhofer. „Und wir haben mehr Zeit, uns um die Tiere zu kümmern“, fügt seine Frau Monika hinzu. Rund 23 Liter Milch gibt eine Kuh täglich – und das an rund 305 Tagen im Jahr. Die übrigen acht Wochen darf sie Kraft für die Geburt ihres nächsten Kalbes sammeln. Die Mayerhofers haben sich für Fleckvieh entschieden – eine Rasse, die eine gleichermaßen hohe Milch- wie Fleisch-Qualität erzeugt und sich durch eine robuste Gesundheit und Langlebigkeit auszeichnet. So können die Milchkühe mindestens sechs Jahre im Stall bleiben, einige auch länger.

Nachhaltig für Mensch und Tier

2009 haben Monika und Hans Mayerhofer neben dem Hof eine standortangepasste 50-kW-Biogasanlage errichtet. Betrieben wird sie mit Gülle, Mist und Futterresten. „Neben der betriebseigenen Reststoffverwertung können wir seitdem auch in Bezug auf die Tiergesundheit einen positiven Nebeneffekt verzeichnen“, berichtet Hans Mayerhofer. „Schlechtes Futter kommt in die Biogasanlage, die Kühe bekommen nur das Beste – dies hat Auswirkung auf einen guten Zellgehalt in der Milch.“ Mit der Abwärme der Anlage heizen die Mayerhofers den Roboterraum, den Wohnbereich und die Werkstatt. Zudem ist die Anlage ein zweites finanzielles Standbein für die Familie. Die große Photovoltaik-Anlage hinter dem Kälberstall dient außerdem – neben der Einspeisung ins öffentliche Netz – zur privaten Stromerzeugung für den Hof. Das Besondere: Sie bewegt sich stets mit der Sonne mit.

Ein Familienbetrieb durch und durch

Neben den „Mädels“ im Stall gibt es drei weitere junge Damen, welche die volle Aufmerksamkeit von Hans und Monika fordern: Die Töchter Anna, 24, Magdalena, 17, und das vierzehnjährige Nesthäkchen Theresa. Von Kindesbeinen an sind sie an die Milchwirtschaft gewöhnt. „Wir leben unseren Kindern vor, dass es eine schöne Arbeit ist“, sagt Monika. In die Entscheidung, ob sie den elterlichen Betrieb eines Tages weiterführen wollen, mischen sie sich nicht ein. Das Paar jedoch möchte nicht mehr tauschen: „Wir sehen unsere Kinder aufwachsen und sind dabei unser eigener Chef“, sind sich die beiden einig und ergänzen: „Die Arbeit mit den Tieren und in der Natur ist vielfältig. Und es erfüllt uns immer wieder mit Stolz, ein hochwertiges Lebensmittel zu produzieren – genauso, wie wir es haben wollen.“