Beizen

Das so genannte Beizen ist ein Teilbereich des landwirtschaftlichen Pflanzenschutzes. Dahinter verbirgt sich die Behandlung von Saat- und Pflanzgut mit chemischen Mitteln, die die Saat oder Pflanze gegen Pilzbefall und vor Schädlingen (wie Insekten oder Vögel) zu schützen. Getreidesaatgut wird zum Beispiel mit Fungiziden behandelt, Mais, Zuckerrüben und Raps auch mit Insektiziden. Beizmittel haben meist eine systemische Wirkung, d.h. der Wirkstoff wird mit dem Saftstrom auch in neue Pflanzenteile transportiert.

Im ökologischen Landbau ist das Beizen mit chemischen Pflanzenschutzmitteln nicht erlaubt.

Im Kommen ist derzeit auch eine andere Form des Beizens, die sogenannte Elektronenbeize. Saatgut-Krankheitserreger wie Pilzsporen, Viren oder Bakterien, die am Korn haften, werden dabei von Elektronenergie zerstört. Die Elektronenbeize ist auch im Öko-Landbau möglich.


Quelle: BayWa

Schon in der Antike versuchten Ackerbauern ihr Saatgut zu schützen. Sie behandelten es mit Holzasche oder Zwiebelsud. Dahinter steckt die Erfahrung, dass die auflaufende (keimende) Saat und die Jungpflanzen besonders anfällig gegenüber Schädlingen sind.

Quellen:

https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/beizen-damit-junge-pflanzen-unbeschadet-bleiben

https://www.garten-wissen.com/saatgut-beizen/

https://www.oekolandbau.de/fileadmin/redaktion/oeko_lehrmittel/Fachsschulen_Agrar/Landwirtschaft/Aktualisierung_2012/flwmd01_28_2011.pdf