Für unsere Bauern steht die Zeit nie still – in allen Jahreszeiten gibt es einiges zu tun. Findet heraus, was Landwirte und Landwirtinnen in den Jahreszeiten für Aufgaben zu erledigen haben und ob die Zeitumstellung auch Auswirkungen auf ihre Arbeit hat.
Frühling
…und mit ihm erwacht die Natur zu neuem Leben. Für unsere Bäuerinnen und Bauern bedeutet das jedes Jahr aufs Neue, sich auf eine spannende Zeit vorzubereiten. Werden die ersten warmen Sonnenstrahlen halten, was sie versprechen? Oder hält der Frühling noch einmal frostige Überraschungen bereit?Eines steht fest: Zwar gibt es noch keine Glaskugel, die einen Blick in die Zukunft gewährt, jedoch zählen Landwirtinnen und Landwirte auf ihre Expertise und akribische Vorbereitung, um für (fast) jede Wetterlage gewappnet zu sein. Wir haben einen Überblick über alle Maßnahmen, die in der Landwirtschaft im Frühjahr anfallen, um den Grundstein für ein erfolgreiches Erntejahr zu legen.
Der Sommer ist für Bayerns Bauern die arbeitsreichste Zeit des Jahres. Jetzt steht die Ernte vor der Tür. Geerntet wird nicht nach Kalender, sondern nach dem tatsächlichen Reifezustand von Gemüse, Obst, Kartoffeln und Getreide. Und der hängt von vielen veränderlichen Faktoren ab, allen voran Temperaturen, Sonnenstunden und Niederschlägen.
Der „goldene“ Herbst – das ist die Zeit, in der sich die Blätter verfärben und langsam von dem Bäumen fallen. Ein Fest für die Sinne, jedes Jahr wieder. Doch für unsere Bauern bleibt nicht viel Zeit zum Staunen, denn gerade im Herbst steht besonders viel Arbeit an: Es ist die Zeit, in der ein großer Teil der Ernte eingefahren und weiterverarbeitet oder für den Winter eingelagert wird. Mais, Äpfel und Birnen, Nüsse, Kastanien und Wein sind nun reif. Dazu kommen Herbstgemüse wie Kürbisse, Kohlsorten und die ersten Herbst-/Wintersalate. Gleichzeitig werden die Silos mit Winterfutter für das Vieh gefüllt. Daneben gilt es, den Acker optimal auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Dazu muss im ersten Schritt der Boden gepflügt werden, damit er aufgelockert ist. Dann werden die Wintersaaten wie Roggen, Winterweizen oder auch Triticale ausgesät und sogenannte Zwischenfrüchte gesät, die nicht geerntet werden, sondern im Winter vollständig abfrieren und dadurch die Wintersaaten schützen. Im Frühjahr werden sie in den Boden eingearbeitet und versorgen ihn mit wertvollen Nährstoffen.
Stimmt nicht wirklich! Wer glaubt, dass sich unsere Bauern im Winter völlig entspannt zurücklegen können, der irrt. Auch wenn die Landwirte nicht mehr so unter Termindruck stehen wie im Sommer, gibt es in Haus und Hof immer noch allerhand zu tun. So stehen jetzt zum Beispiel die Wartung und Pflege der Maschinen an. Solange der Acker im Winterschlaf liegt, ruhen auch Schlepper & Co. Jetzt ist Zeit, alles auf Vordermann zu bringen, denn: Das nächste Frühjahr kommt bestimmt. Auch Bürotätigkeiten wie der Jahresabschluss oder die Steuererklärung müssen und können jetzt erledigt werden. Und nicht zuletzt: Die Tiere im Stall verlangen im Winter wie im Sommer die Zuwendung und Hingabe unserer Bauern.
Zwei Mal im Jahr – im März und Oktober – werden die Uhren umgestellt. Als die aktuelle Regelung in Deutschland im Jahr 1980 in Kraft trat, war man der Überzeugung, dass die halbjährliche Umstellung der Einsparung von Energie dienen würde. Dieses Ziel wurde jedoch nie erreicht. Nachdem 2018 in einer rekordverdächtigen Online-Umfrage mit 4,6 Millionen Rückmeldungen 84 Prozent der Teilnehmer aus 28 EU-Mitgliedsstaaten für eine Abschaffung der Zeitumstellung stimmten, sprach sich daraufhin auch das Europarlament Anfang des Jahres 2019 dafür aus. Aktuell die EU-Mitgliedsstaaten gefordert, die Abschaffung der Sommerzeit voranzutreiben.
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